Judith.P.Fischer

L.O.O.P
(life.order.object.plastic)
Vernissage: 22.11.2011 19:00
23.11.2011 bis 23.12.2011


Zur Ausstellung spricht Frau Dr. Theresia Hauenfels.

Die Künstlerin wird bei der Eröffnung in der Galerie anwesend sein.

Life: Leben gibt es auf den Fotos zu sehen, alltägliches, privates, persönliches und intimes
Order: Ordnung und Chaos wechseln einander ab
Objekt: Das Objekt steht im Vordergrund
Plastik: wir leben in einer Welt aus Kunststoff, dennoch besteht nach wie vor der Anspruch der Bildhauer möge etwas von langer Lebensdauer schaffen. Dem widersetzt sich der Kunststoff, gleichgültig welcher Art.

Die Ausstellung „L.O.O.P“ von Judith.P.Fischer in der Galerie Chobot zeigt Objekte, Fotoarbeiten und Bleistiftskizzen aus den Jahren 2010 und 2011. Die neuen Werke sind einerseits aus weichstofflichen Materialien wie Silikon, Gummi, PE oder andererseits aus Eisen und ausgesteiften Gummischläuchen. Dadurch entsteht ein Wechselspiel aus weicher und unkontrolliert fallender Schnur und bewusst modellierter, zum LOOP gebogener Schlaufe. Die kontrollierte Formgebung und das unkontrollierte Loslassen, der freie Fall im Zusammenhang mit der Auflösung und Ablösung von der festen Grundfläche, dem Sockel- ist hier formaler Rahmen für die bildhauerische Arbeit.  

„Als Vertreterin der ,postmodernen̕' Generation gibt es für Judith.P.Fischer kein Material- oder Formentabu; hinzu kommt noch das Medium Fotografie als Möglichkeit „skulpturaler“ Arbeit. Die Erfahrbarkeit von haptischen „feministischen“ Themen und damit verbunden eine permanente Erweiterung des Skulpturenbegriffs sind wichtige Parameter ihres künstlerischen Selbstverständnisses.“ (entnommen: Das Industrieviertel/ Am Puls der Zeit/ Carl Aigner 2011)

Ebenso gibt es in der Fotografie ein Wechselspiel zwischen Zufälligkeiten und bewusstem Gestalten. Seit Sommer 2010 wird an der fortlaufenden Fotoserie „art.in.public.space“- der man eigentlich ein Fragezeichen hinzufügen sollte- kontinuierlich gearbeitet. Im Wesentlichen geht es darin um Zufall und künstlerischen Eingriff im öffentlichen Raum, die, aus dem Zusammenhang gerissen und im Ausstellungskontext ein neues Eigenleben entwickeln.

Judith.P.Fischer wurde in Linz geboren, studierte Bildhauerei an der Universität für Angewandte Kunst in Wien bei Wander Bertoni und schloss 1991 mit dem Diplom für Bildhauerei ab. Im Jahr 2000 erhielt sie den Anerkennungspreis für Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich, darüber hinaus entstanden Arbeiten im öffentlichen Raum (2011 Pfarre Lichtenberg/NÖ Glockenzier, CASCADE/Hak Korneuburg, SKULL/Flughafen Wien, Diffusion Number One/AT Forschungszentrum Wien, Josef Haydn Büste/Hainburg). Judith.P.Fischer lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.